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Bitcoin - Was ist das eigentlich?

Bitcoins und die Technologie dahinter, die Blockchain, sind in aller Munde. Kaum vergeht ein Tag, an dem nicht über die Digitalwährung berichtet wird, vor allem nachdem sie nun mehr Wert ist als Gold. Doch was ist eigentlich ein Bitcoin? Bitcoin ist eine digitale, dezentrale und überwiegend anonym handelbare Kryptowährung.

Sie wird weder durch eine Regierung noch durch eine Zentralbank gesteuert. Der Handel mit dem digitalen Zahlungsmittel findet ausschließlich Peer-to-Peer, also von User zu User, statt. Damit ist der Bitcoin von staatlichen Kontrollinstanzen unabhängig. Gleichzeitig ist jede realisierte Transaktion in der sogenannten Blockchain ersichtlich. Die Echtheit einer jeden Transaktion wird durch eine digitale Signatur, auch als Hash bekannt, und der dazugehörigen Adresse des Senders sichergestellt. Dies ermöglicht jedem Nutzer die volle Kontrolle über Zahlungen von seiner Adresse aus. Darüber hinaus kann jeder selbst durch spezielle Hardware Transaktionen verarbeiten und dafür eine Vergütung in Form von Bitcoins erhalten. Dieser Prozess wird "Mining" genannt. Bitcoin kann auch als das prominenteste, existierende System zur dreifachen Buchführung definiert werden.

Es gibt bereits mehr als 110 Kryptowährungen, aber der Bitcoin beansprucht mehr als 77 Prozent der Marktkapitalisierung. Der Schöpfer des Bitcoin ist unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ bekannt, welcher das Konzept erstmals 2008 in einem White-Paper vorstellte.

Bitcoin auf der Überholspur

Die Digitalwährung Bitcoin steigt rasant - ein Ende ist nicht in Sicht. So war am 25. Mai 2017 ein Bitcoin bereits 2.800 USD wert. Ende April war er nur 1.200 USD wert.

In Ländern, die Bitcoins bereits als offizielles Zahlungsmittel akzeptieren, können bereits Lebensmittel und Kleidung erworben werden. Das macht die heimische Währung fast schon überflüssig. Der Unterschied besteht aber darin: Der Bitcoin ist eine rein digitale Währung.  Und so lassen sich Bitcoins schlecht in der Hosentasche herumtragen.

Für Bitcoin steht keine Regierung oder Zentralbank ein. Der Bitcoin wird durch ein Netzwerk organisiert, auch als Blockchain bekannt, welches nichts anders ist, als eine Art von verteiltem Hauptbuch oder Register, was jede Transaktion an einem Ort aufzeichnet. Person A möchte beispielsweise Person B Geld senden. Die Transaktion erscheint als Datenblock im Netz, woraufhin dieser für alle registrierten Teilnehmer einsehbar ist. Danach prüfen die Teilnehmer die Richtigkeit des Blocks und so wird der Datenblock der Blockchain beigefügt. Daraufhin wird das Geld von Person A an Person B überwiesen.

Die daraus entstehenden Blöcke (Blockchain) werden dezentral von möglichst vielen Benutzern gespeichert, die einen Bitcoin-Wallet besitzen, der nur erworben werden kann, wenn der Benutzer Bitcoins kauft.

Getreu seinen Ursprüngen als offene, dezentralisierte Währung ist Bitcoin eine schnellere, billigere und zuverlässigere Form der Bezahlung als Geld, welches in der Regel durch einzelne Instanzen kontrolliert wird.

Bitcoins entstehen durch die sogenannten Miner. Sie schürfen die Digitalwährung, wodurch sie selbst Geldschöpfung betreiben, sofern sie eine entsprechend leistungsfähige Hardware besitzen, denn die normale Rechenleistung eines haushaltsüblichen Computers reicht schon lange nicht mehr aus, um den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben zu lösen. Doch auch diejenigen, die keine high-end Hardware besitzen, können Bitcoins kaufen und verkaufen, wie beispielsweise auf Börsenplätzen wie Coinbase oder LocalBitcoins.

Überwiegend handelt es sich einer Umfrage aus dem Jahr 2015 zufolge um männliche Bitcoin-Nutzer, welche aus unterschiedlichen Einkommensschichten stammen. Laut der Umfrage werden Bitcoins zudem ganz überwiegend für illegale Zwecke wie Steuerhinterziehung, Kriminalität und Korruption verwendet.

Jeder Bitcoin besitzt eine komplexe ID, die auch als Hexadezimalcode bekannt ist, welcher schwerer zu stehlen ist, als Kreditkarteninformationen. Zudem ist die Zahl der Bitcoins endlich, weshalb nur eine geringe Chance darauf besteht, dass ein Bitcoin oder ein Bruchteil davon verloren geht. Doch während missbräuchliche Kreditkartennutzung umkehrbar ist, sind es Bitcoin-Transaktionen nicht.

So wie das globale Vorkommen in den Goldminen begrenzt ist, ist auch die Menge aller Bitcoins endlich und durch die Programmierer auf 21 Millionen festgesetzt. Satoshi Nakamoto, der rätselhafte Erfinder der Digitalwährung, wollte durch die Geldmengenbegrenzung etwas erreichen, was bei unserem Währungssystem oftmals wünschenswert ist, eine Geldwertstabilität. Der komplizierte Algorithmus, mit dem Bitcoins erzeugt werden, sorgt automatisch dafür, dass nicht mehr als 21 Millionen dieser virtuellen Währung produziert werden können. Zudem legt der Algorithmus fest, dass sich die Zuwachsrate der Digitalwährung alle vier Jahre halbiert.

Weil der Bitcoin keine zentral geschöpfte Währung ist, kann theoretisch auch keine Inflation entstehen. Ganz im Gegensatz zum US-Dollar, dessen Kaufkraft die amerikanische Notenbank Fed durch das Drucken von mehr Greenbacks verwässern kann. Doch hier liegt die Besonderheit des Bitcoins im Vergleich zu anderen Währungen, denn die Anzahl generierter Bitcoins ist nach oben hin begrenzt. Das hat der Digitalwährung jedoch auch einige Kritiker eingebracht, denn das bedeutet, dass ein Hack, katastrophale Auswirkungen haben könnte, sollten die Bitcoin-Wallets tatsächlich einmal abgeräumt werden. Rückerstattung gestohlener Bitcoin gibt es nicht.

Historisch gesehen waren die letzten Jahre für den Bitcoin extrem volatil. Vor kurzem erklärte der erste Snapchat-Investor, dass Bitcoin bis zum Jahr 2030 einen Wert von bis zu 500.000 Dollar erreichen wird. Und so erscheint bereits der Besitz eines Bruchteils eines Bitcoins verlockend.

Bitcoin-Benutzer prognostizieren, dass 94 Prozent aller Bitcoins bereits im Jahr 2024 geschürft sein werden. Bis dahin dürfte der Schwierigkeitsgrad der Blöcke weiter steigen, wodurch die Gewinne der Miner als bald vernachlässigbar gelten dürften. Je mehr Menschen Bitcoins nutzen, desto stärker dürften die Transaktionsgebühren in die Höhe schnallen, was am Ende möglicherweise den Unterschied ausmacht.

Mit diesem Artikel wurden die Grundlagen des Bitcoin abgedeckt. Zu Beginn war niemand bereit, etwas gegen Bitcoin einzutauschen. Durch die erste Transaktion des Schöpfers, Satoshi Nakamoto, entstand ein Markt. Daraufhin wuchs dieser Markt mit jeder Transaktion und jedem Nutzer. Ein Ende ist nicht in Sicht. Einige Marktteilnehmer, rufen wie der erste Snapchat-Investor, bereits Mondpreise aus. Und so dürfte das Interesse an der Digitalwährung in Zeiten des billigen Geldes hoch bleiben, egal ob als Spekulationsobjekt oder als Wertanlage. Sollte sowohl das Handelsvolumen als auch die Verflechtungen der Kryptowährung mit der Realwirtschaft weiter zunehmen, besteht sogar eine ernste Gefahr für das Geldsystem, so wie wir es kennen. Sollten also weitere Barrieren für Bitcoin fallen, dürfte dies neue Investoren anlocken und so das Handelsvolumen weiter in die Höhe treiben. Und solange die Zentralbanken an ihrer ultralaxen Geldpolitik festhalten, wird der Hype um den Bitcoin nicht so schnell totzukriegen sein. Man darf also gespannt sein, was als nächstes kommt.