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Kryptowährungen: 4 gewagte Prognosen zu Bitcoin

08 Februar 2018

In den nun folgenden Zeilen, werden wir versuchen, einen Blick in die Zukunft für Kryptowährungen zu werfen. Denn mit großen Schritten nähern wir uns dem 10-jährigen Jubiläum der Kryptowährung Bitcoin.

Damals am 1. November 2018 hatte der Bitcoin-Gründer, Satoshi, Nakamoto in einer Mail ein Whitepaper mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ - an eine Mailing-Liste geschickt - und das war die Geburtsstunde der Mutter aller Kryptowährungen - den Bitcoin.

Das reicht aus, um uns damit näher zu beschäftigen, wie sich Bitcoin, die Blockchain und vor allem die darin enthaltene dezentrale Technologie in den nächsten Jahren entwicklen könnte.

Wir werden in den nun folgenden Zeilen keine Kursprognosen für Bitcoin abgeben. Vielmehr wollen wir den Bitcoin und dessen Technologie im gesellschaftlichen Zusammenhang näher beleuchten.

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Bitcoin und Kryptowährungen sind im Kommen

2017 war ein unglaublich gutes Jahr für Bitcoin & Co. Insgesamt gewann die umstrittene Cyberdevise gut 1.500 Prozent in den zurückliegenden 12 Monaten. Klassische Vermögenswerte wie Aktien und Rohstoffe können bei solch einer Performance einfach nicht mithalten. Seit Jahresanfang hat es sich aber ausgetanzt. Das werden wir aber später noch näher unter die Lupe nehmen …

Die Blockchain hat im zurückliegenden Jahr einige Quantensprünge gemacht. So wurden programmierbare Smart Contracts erschaffen, wodurch Verträge in der Blockchain abgebildet und abgewickelt werden können, so dass Notare, ja sogar ganze Banken überflüssig werden. Und die Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie ist noch lange nicht abgeschlossen.

Vor allem Kryptowährungen wie IOTA, die eine Weiterentwicklung der Blockchain als Grundlage verwenden, den so genannten Tangle, werden in den nächsten Jahren ordentlich für Furore sorgen. Jedoch muss auch gesagt werden, dass zunächst die ganze Euphorie um Kryptowährungen und Blockchain abebben muss, eine Marktbereinigung braucht, um neue Höhen zu erklimmen.

Lassen Sie uns nun gemeinsam in die Glaskugel werfen, und 5 Prognosen für Kryptowährungen, Blockchain und Dezentralisierung treffen, die einige aus dem Sessel heben lassen.

1) Die Blockchain steht erst am Beginn

Die Blockchain-Technologie muss noch einige Entwicklungsprozesse durchlaufen um den Kinderschuhen zu entwachsen. Denn schon heute sprießen einige Weiterentwicklungen der Blockchain-Technologie aus dem Boden, die eine ernsthafte Konkurrenz für die Blockchain darstellen wie der Tangle oder Hashgraph.

Es spielt keine Rolle, ob sich solche Projekte langfristig halten können, da auch daraus wieder neue Entwicklungen entstehen. In den kommenden Jahren werden so neuartige dezentralisierte Systeme entstehen, die das Problem mit dem Transaktionsvolumen und den -kosten meistern werden. Verantwortlich dafür könnte der Aufstieg der künstlichen Intelligenz sein.

2) Die Blase ist am Platzen

Viele stellen sich die Frage, ob der Aufstieg der Kryptowährungen nur eine der größten Blasen unserer Zeit ist. Wo immer man hinschaut diskutieren Menschen kontrovers über dieses Thema. Selbst derjenige, der sich damit eigentlich überhaupt nicht auskennt. Diejenigen, die Ja sagen und damit einen Sturm der Entrüstung innerhalb der Krypto-Community auslösen, haben recht. Es handelt sich um eine Blase. Ein Platzen der Blase ist aber gar nicht schlimm. Warum auch?!

Vielmehr hätte ein Platzen der Blase eine marktbereinigende Funktion. Nicht mehr konkurrenzfähige Kryptowährungen, die kein solides Geschäftsmodell aufweisen, werden dann endlich vom Markt gefegt. Vermissen würde sie sicherlich keiner.

Zuletzt surften Bitcoin und andere wichtige Kryptowährungen auf einer Welle der Euphorie. Jedoch ist solche in den letzten Wochen verlogen. Natürlich besitzen Kryptowährungen ein riesiges Potenzial. Sie vermitteln uns Freiheit. All das verdanken wir der Blockchain-Technologie. Vor dem großen Durchbruch dieser neuartigen Technologie braucht es jedoch einen großen Knall.

Egal, was Sie jetzt sagen werden: die Blase wird platzen oder ist schon am platzen. Der Grund dafür ist ganz einfach. Mehr als ein Dreiviertel der aktuell zirkulierenden Kryptowährungen ist unbrauchbar.

Erst nach dem die Blase geplatzt ist, beginnt der Ausleseprozess. Diesen Crash werden nur wenige Kryptowährungen überleben. Einige Menschen werden Haus und Hof verlieren, weil sie nur an ihren monetären Vorteil denken. Aber ein solcher Crash bringt uns dem Wunsch nach Freiheit näher.

Kryptowährungen, Blockchain und die dreifache Buchhaltung sind höchstwahrscheinlich die wichtigsten Erfindungen der letzten paar hundert Jahre; sie werden also nicht so schnell wieder von der Bildoberfläche verschwinden.  Sie sollten sich daher besser damit anfreunden.

Das Platzen der Blase ist einfach nur der nächste logische Schritt auf der Evolutionsleiter der Kryptowährungen. Ungefähr drei Jahre nach dem Crash und einer sich daran anschließenden Reifephase werden diejenigen digitalen Währungen die Vorherrschaft übernehmen, die sich mit einem klaren Plan durch das Gemetzel in der Krypto-Dämmerung manövriert haben.

3) Fiatwährungen vom Aussterben bedroht

Die Krypto-Jünger wollen davon natürlich nichts hören, aber Regierungen arbeiten mit Hochdruck an ihren eigenen digitalen Währungen.

Regierungen und Institutionen werden natürlich nicht nur dabei zuschauen, wie ihnen die Kontrolle über die Geldmenge aus den Händen gerissen wird. Sie werden ums Überleben kämpfen. Deshalb sollte jeder, der gerade an einem dezentralen System tüftelt, Angriffe der Behörden einplanen und Verteidigungsmechanismen einkalkulieren.

Zum Schutz vor Angriffen ist der von Gladius entwickelte dezentrale CDN- und DDoS-Schutz auf der Blockchain ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber auch hier gibt es noch sehr viel Verbesserungspotenzial. Dennoch ist es eine Innovation, die das Fortbestehen der Kryptowährungen sichern wird.

Auf lange Sicht werden die Regierungen den Kampf aber verlieren - eventuell in 40 bis 100 Jahren (vielleicht schneller, vielleicht langsamer, je nach dem wie viele Kriege oder Finanzkrisen sie in der Zwischenzeit meistern müssen). In der Zeit dazwischen sollten wir mit einem Emporschießen der von Regierungen geschaffenen Kryptowährungen rechnen, welche den Geldfluss rund um den Globus dominieren werden.

Von den alten Hasen in der Krypto-Szene wird das aber natürlich keiner akzeptieren wollen, letztlich müssen sie das wohl, denn wenn uns Menschen die Geschichte eines lehrt, dann, dass Regierungen immer am längeren Hebel sitzen.

Wir wissen, dass wir in unserem Verständnis dessen, was die Privatsphäre und die Sicherheit angeht, etwas zurückgeblieben sind. Erst wenn wir durch externe Umstände wie einen Krieg aus unserer Traumwelt entrissen werden und Soldaten unser Haus stürmen, und alles mitnehmen, was nicht niet- und nagelfest ist, dann sehnen wir uns plötzlich nach Privatsphäre und Sicherheit. Doch dann ist es zu spät.

Am Ende des Tages werden wir die von den Regierungen geschaffenen Kryptowährungen wie eine Schafherde akzeptieren - komme was da wolle.

Wir sind da voll bei Ihnen, wenn Sie jetzt sagen, dass die von der Regierung herausgegebenen Kryptowährungen in vielerlei Hinsicht absolut lächerlich sind. Denn damit erfüllen sie schließlich ihren eigentlichen Zweck nicht mehr: die Sicherheit und die Privatsphäre der Menschen zu schützen!

Blödsinn sind sie auch deshalb, weil der eigentliche Zweck der Blockchain darin besteht, die Macht und den Einfluss einzelner Personen oder Personengruppen zu beschränken. Und genau darin besteht ja auch das Potenzial von dezentralen Kryptowährungen.

Nach und nach wird physisches Bargeld abgeschafft werden. Das ist aber nichts Neues. Auch die Gründe, mit denen die Regierungen das gegenüber der Bevölkerung rechtfertigen werden, sind von gestern: 1) Geldwäsche stoppen, 2) Terrorismusfinanzierung stoppen und 3) Kriminalität bekämpfen. Wie immer spielen sie mit der Angst der Bürger, obwohl einem eigentlich die Statistik die Augen öffnen müsste. Aber gut, was solls …

Regierungen kennen uns in und auswendig, sie werden uns kontrollieren und steuern. Sie wollen, dass wir zu menschlichen Robotern werden, die Anweisungen befolgen und dabei keine einzige Frage stellen.

Unserer Meinung nach wäre es eine gute Lösung für alle Beteiligungen, wenn man sich auf eine Mischung aus einer dezentralisierten und zentralisierten Kryptowährung einigt. Ansonsten dürfte wohl schon bald das Chaos auf der Welt regieren. Denn wir, die Mittelschicht, werden es wohl kaum einfach so hinnehmen, wenn kontrollwütige Regierungen uns das zur Zeit liebste aus den Händen reißen wollen - Kryptowährungen.

4) Kryptowährungen, die dezentral gesteuert sind, werden bleiben

Zentralisierte Kryptowährungen sind zwar im Kommen, dass bedeutet aber nicht, dass dezentralisierte digitale Währungen aussterben werden. Regierungen werden zwar genau dieses Ziel verfolgen, aber sie werden es nicht schaffen - und das aus einem einfach Grund.

Bei der Blockchain geht es immer darum, einen Konsens zu finden. Genau einen solchen müssen auch alle Regierungen weltweit finden, um sich auf eine Kryptowährung zu einigen. Das wird aber nicht passieren, da es immer einen geben wird, der sich quer stellt. Vor allem deshalb, weil einige Regierungen die Idee der Dezentralisierung sehr zu schätzen wissen.

Noch weigern sich einige Staaten, dezentralisierte Kryptowährungen zu akzeptieren. Am Ende werden sich aber viele dafür entscheiden. Und das werden solche Regierungen sein, die im letzten Jahrhundert unter der Vormachtstellung Europas und der Vereinigten Staaten am stärksten gelitten haben. Das sind vor allem Länder aus Lateinamerika, Asien und Afrika. Sie stehen dezentralisierten Kryptowährungen sehr offen gegenüber.

Wenn also nicht alle Länder ins gleiche Horn blasen, dann werden dezentralisierte Kryptowährungen bleiben und nicht einfach so wieder verschwinden, auch wenn einige zentralisierte Kryptowährungen der großen Staaten die Überhand gewinnen.

Dezentralisierte Kryptowährungen müssen sich aber beeilen. Vor allem in Sachen Apps hinken sie dem Fortschritt deutlich hinterher. Sie sind meist sehr anfällig für Hacker-Angriffen. Was wir jetzt brauchen, ist eine App, die sich der normale Mensch einfach nicht mehr aus seinem täglichen Leben wegdenken kann.