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Fußballklubs an der Börse – eine lohnende Investition?

15 November 2019

Fußballklubs sind heutzutage weit mehr als nur Sportvereine. Mittlerweile handelt es sich dabei um global agierende Unternehmen, die sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg unter einen Hut bringen müssen.

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Quelle: Pixabay

Manche Klubs haben bereits den Sprung an die Börse gewagt. Der bekannteste deutsche Vertreter dabei ist Borussia Dortmund. Doch ist eine Investition in Fußballaktien wirklich lukrativ und empfehlenswert? Das Geschäft mit Fußballaktien birgt auch Risiken.

Deutsche Klubs scheuen die Börse

Deutschland ist das Land der Fußballromantiker. Die zunehmende Kommerzialisierung wird in kaum einem anderen europäischen Staat so kritisch gesehen wie hierzulande. Die 50 + 1 Regel soll den Vereinen helfen, ihr eigener Herr zu bleiben und nicht in die Abhängigkeit von Investoren zu verfallen. Diese bringen natürlich Geld und stehen vielleicht auch für Erfolg. Doch die damit verbundenen Risiken können sich auch negativ auf einen Verein auswirken, wenn die Handlungsvollmacht von einer Person ausgeht.

In Deutschland gibt es so etwas noch nicht. Dafür haben einige wenige Klubs den Sprung an die Börse gewagt. Davon verspricht man sich auf kurze Zeit viel Geld, das in den Kader, das Stadion oder die Infrastruktur investiert werden kann. Die Käufer, meistens die Fans, sollen durch sportlichen Erfolg der Mannschaft ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Borussia Dortmund hat den Sprung im Jahr 2000 gewagt. In diesem Jahr ist die SpVgg Unterhaching eingestiegen, ein ambitionierter Drittligist, der dadurch zurück in die lukrative 2. Bundesliga wollte. Rein sportlich haben es die Oberbayern in den letzten Jahren einfach nicht geschafft. In den kommenden drei Spielzeiten soll dieses Ziel realisiert werden.

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Kurs nicht nur durch sportlichen Erfolg beeinflusst

Der Plan könnte aufgehen. Mehr Geld führt zu neuen Transfers, die Qualität im Kader steigt. Der sportliche Erfolg stellt sich ein. Bei Borussia Dortmund hat das schon ganz gut geklappt. Bei Wettquoten wie denen von bet365 ist der BVB im Titelkampf der Bundesliga weit vorne dabei. Die Fans dürfen sich im Idealfall also nicht nur über Erfolge ihrer Mannschaft freuen, sondern auch über steigende Aktienkurse freuen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Der Kurs der Fußballaktion wird noch durch zahlreiche andere Faktoren beeinflusst. Nicht umsonst haben sich daher allein in den letzten zwei Jahren zehn Klubs wieder von der Börse zurückgezogen.

Ein Beispiel, wie schnell eine Aktie in den Keller rutschen kann, ist das von Juventus Turin. Nachdem das Privatleben von Cristiano Ronaldo im Fokus stand, rutschte die Aktie der Italiener rapide nach unten. Dabei war der sportliche Erfolg nach wie vor groß. Sollte sich ein wichtiger Leistungsträger verletzen, wirkt sich das ebenfalls auf den Kurs aus. Faktoren, die man im Vorfeld nicht beeinflussen kann. Daher empfehlen Finanzexperten, sich bevorzugt auf Aktien anderer Konzerne und Unternehmen zu konzentrieren.

Ein Risiko bleibt immer

Wie schnell eine Aktie in den Keller stürzen kann, musste auch Borussia Dortmund schon erfahren. Der Ausgabekurs lag damals bei 11 Euro. Diesen Wert hat sie bis heute nicht mehr erreicht. Ganz im Gegenteil. Im Jahr 2009 war die BVB-Aktie nur noch wenige Cent wert. Grund dafür war die Beinahe-Insolvenz des Vereins. Erst in den Erfolgsjahren 2011 und 2012 unter Jürgen Klopp ging es langsam wieder nach oben.

Ein anderes Beispiel ist die Aktie der Tottenham Hotspur. Die Londoner waren der erste Fußballklub überhaupt in Europa, die sich auf die Börse begaben. Das war bereits im Jahr 1983. Doch der sportliche Erfolg blieb aus und am Ende konnte Tottenham im Jahr 2012 aufgrund schwachen Bewertung an der Börse kaum mehr das eigene Stadion finanzieren. Als Konsequenz zogen sich die Spurs noch in demselben Jahr vom Aktienmarkt zurück.

Nur für Fans und Zocker

Man sieht also, dass es sich empfiehlt, einen Kurs etwas im Auge zu behalten und erst nach ein paar Monaten einzukaufen. Natürlich sollte man sich auch voll über die Geschehnisse innerhalb des Vereins informieren. Als Fußball-AG hat man die Pflicht, Bilanzen und Finanzen offenzulegen. Vielleicht ist aber auch genau das der Grund, weshalb Fußballaktien gekauft werden. Man gewinnt und verliert gemeinsam. Ein bisschen Fußballromantik bleibt also doch.