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Bitcoin Chartanalyse: Kurspotenzial ausgeschöpft?

05 Juni 2017

Der Bitcoin hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich auf neue Rekordhochs aufgeschwungen.

Bitcoin - Tageschart

Generell bestehen wenig Zweifel daran, dass die Digitalwährung auch in den kommenden Monaten neue Bewegungshochs erzielen und sich dabei dem großen Ziel von 3.000 USD nähern wird. Es sollte aber auch klar sein, dass der Bitcoin neue Rekordhochs nicht immer derart reibungslos wie in den vergangen Monaten erzielen wird. Die Charttechnik sieht noch robust aus. Der mittelfristige Trend zeigt weiterhin deutlich nach oben. Bedenklich ist höchstens die Tatsache, dass der Bitcoin in den vergangenen Monaten eine besondere Eigendynamik nach oben zeigte, weshalb er den mittelfristigen Erwartungen stark vorweggelaufen und aus diesem Grund entsprechend korrekturanfällig ist.

Durch den Sprung über die Parallele des Aufwärtstrends seit Januar (akt. bei 1.505) beschleunigte der Bitcoin gen Norden. Ein Ende der Hausse ist noch nicht absehbar. So tendieren die gleitenden Durchschnitte in Form der 38-, 90- und 200-Tage-Linie immer noch klar nach oben. Bei den quantitativen Indikatoren sind allerdings erste Ermüdungssignale nicht zu übersehen. Stochastik und RSI haben zwar die Negativausrichtung der vergangenen Tage hinter sich gelassen, sie sollten jedoch rasch über die im Indikatorenverlauf ausgebildeten Hochs springen, denn ansonsten droht eine Rückabwicklung der jüngsten Erholungsrallye. Zur Vorsicht mahnt zudem der als Umkehrmuster bekannte Evening Star, welcher mit dem Bewegungshoch am 25. Mai herausgebildet wurde. Erst ein Sprung darüber dürfte eine Fortsetzung der zuletzt dynamischen Aufwärtsbewegung zur Folge haben. Solange allerdings die seit dem Tief vom 15. April etablierte  Aufwärtstrendlinie (akt. bei 2.125 USD), sowie das 38,2% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses der gleichen Kursbewegung (2.245 USD) nicht nachhaltig unterschritten werden, bleibt der Bitcoin perspektivisch bullisch. Ein Fall darunter würde hingegen das charttechnische Bild eintrüben, woraufhin sich der Kurs zunächst auf das 50% Fibonacci-Niveau bei 1.842,80 USD, dann auf das 61,8% Fibonacci-Niveau bei 1.619 USD und zu guter Letzt auf die wichtige Rückzugslinie in Form der Parallelverschiebung (akt. bei 1.505) zurückziehen könnte. Letztere gilt als Schlüsselunterstützung und sollte nicht unterschritten werden, denn ansonsten droht gar ein Kursverfall auf die wichtige 200-Tage-Linie (akt. bei 1.172 USD) und auf die untere Begrenzung der Parallelverschiebung bei 1.050 USD.

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Bitcoin - 4-Stundenchart

Im 4-Stundenchart tendiert der Bitcoin innerhalb eines Erholungskanals erneut nach oben, doch mahnt hier ein mutmaßlicher bärischer Keil zur Vorsicht. Ein Unterschreiten der sich zusammenziehenden Keillinien (akt. bei 2.455 USD) würde ein rechnerisches Abschlagspotenzial von gut 600 USD ergeben, was einen Bruch der o.g. Aufwärtstrendlinie zur Folge hätte. Das Kurspotenzial auf der Unterseite harmoniert interessanterweise ideal mit dem 50% Fibonacci-Retracement bei 1.842,80 USD, welches eine Erholungsbewegung einleiten könnte, um die dann auf der Unterseite gebrochene Aufwärtstrendlinie zu testen. Ein Fehlversuch hier würde wahrscheinlich tatsächlich die obere Begrenzung der Parallelverschiebung bei 1.505 USD in den Vordergrund rücken. Auf Indikatorenbasis wurde weder von der Stochastik noch vom RSI ein Verkaufssignal generiert, weshalb die Konsolidierungsphase vorerst anhalten dürfte.

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Bitcoin - Stundenchart

Der Stundenchart spiegelt grundsätzlich das gleiche Bild wieder wie der 4-Stundenchart. Auch hier entwickelt sich der Kurs innerhalb des bärischen Keils, was bedeutet, dass Investoren Vorsicht walten lassen sollten, bis ein Ausbruch, entweder auf der Ober- oder auf der Unterseite dieses Chartmusters erfolgt. Als möglicher Short-Trigger könnte hier das 76,40% Fibonacci-Niveau des gesamten Abwärtsimpulses seit 25. Mai 2017 bei 2.580,39 USD dienen. Eine kurzfristige Unterstützung speist sich dann aus einer horizontal verlaufenden Haltelinie bei 2.470 USD und dem 61,8% Fibonacci-Niveau der gleichen Abwärtsbewegung. Auch hier sind die technischen Indikatoren bullisch ausgerichtet, obwohl der RSI sein jüngstes Hoch im Verlauf des Indikators nicht mehr bestätigen konnte. Die Stochastik hingegen notiert zwar im überkauften Bereich, liefert aber noch keine frischen Verkaufssignale. Deshalb sollten Investoren auch hier vorerst lieber an der Seitenlinie Platz nehmen, wenn man bedenkt, dass der Bitcoin bereits auf historischen Niveaus notiert.

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